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Frieden in einer traumatisierten Welt?

Aktualisiert: 18. Okt. 2023

Wenn wir verstehen, was Traumatas mit uns machen, liebe Leserinnen und Leser, können wir auch besser verstehen, warum wir so schwer in einen Frieden finden.


Sie sitzen tief, sehr versteckt und übernehmen unsere Reaktionen. Sie prägen uns, bringen uns in einen ständigen Überlebenskampf und halten eine innere Trennung aufrecht.


Aus dieser Basis heraus ist Frieden ein sehnsüchtiger Seelenwunsch, jedoch fern jeder Realität. Viel zu mächtig sind die innen sitzenden Traumatas. Viel zu mächt der Verlust an Verbindung.


Gleichzeitig setzt genau hier die Heilung an. In der Verbindung. Reichen wir uns dabei die Hände und erschaffen damit Brücken, im Innen und Außen.


Die wichtigste Brücke ist dabei jene nach Innen. Es ist ein Weg des bewussten Verstehens des eigenen Schmerzes, ein Weg des Erkennens, Zulassens und Loslassens. Es braucht Akzeptanz und schließlich Verzeihen. Kein leichter Weg, viel Arbeit und nichts kann einen auf diesen Weg vorbereiten. Zudem führt dieser Weg in die wahrhaftige Heilung nur über den Körper. Und wir sind dort meist nicht zu Hause. Wir suchen Verbindung im Kopf, stellen sie uns vor, überlegen und glauben sie dort zu erfahren.


Doch die Verbindung zu uns bedeutet zu unserem Körper, zu dieser Tiefe, die alles beherbergt. Schutz, Kraft, Stabilität, Liebe, Frieden, Freude. Unser Körper spiegelt die Realität, zu ihm brauchen wir Verbindung. Haben wir die nicht, kann der Wunsch nach Frieden nicht im Leben ankommen, können sich die Traumatas, die ja im Körper abgespeichert sind, nicht lösen. Damit erlangt Frieden keine Wurzeln, kann nicht wachsen, gedeihen und nichts erschaffen. Damit kann auch kein Frieden in der Realität entstehen, denn in der Realität sagen wir über den Körper noch immer Nein. Wir bleiben in der Trennung und Frieden eine Wunschvorstellung.


Wie also kommt Verbindung in den Körper? Es ist eine Entscheidung, liebe Leserinnen und Leser. Die Entscheidung, da sein zu wollen. Um wirklich Frieden zu leben, um wirklich die Hände zu reichen und miteinander zu leben, braucht es einen veränderten Zugang. Ein klares Ja ich will. Kein ‚ich versuche es’, kein ‚möglicherweise’. An diesem Punkt braucht es die volle Hingabe.


Bin ich bei diesem Ja, beginnt in mir Verbindung zu wachsen: zu mir, zu meinem Leben und zu all den Seelen, die mit auf dem Weg sind. Dabei verlassen wir schrittweise den Bereich des Traumas, es löst sich in uns auf und wir beginnen in Verbindung zu leben: in Verbindung mit unserem Körper, der Erde sowie mit Seele und Geist.


Bleiben wir dabei, kehrt Frieden ein. Wahrer Frieden.


Alles Liebe

Silvana

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