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Wut schenkt Mut

Aktualisiert: 13. März

Und plötzlich ist sie da ...

 

die Wut, die dich übermannt.

Die Angst, die dich lähmt.

Die Trauer, die nicht verarbeitbar scheint.

Die Ablehnung, die so tief sitzt.

 

Einfach die tiefe, tiefe Wunde in dir, die sichtbar wird.

 

So ging es mir die letzten Tage. Es war immens, was plötzlich in mir sichtbar wurde. Um es zu verarbeiten, ich brauchte einiges an Zeit für mich.

 

Der größte Teil, der mir begegnete war Wut. Darüber, was mit mir passiert war. Darüber, was ich mit mir habe machen lassen. Und ich weiß, die wenigsten können etwas mit Wut anfangen, gerade nicht in der Energiearbeit.


Viele in der Energiearbeit sprechen von Herzöffnung. Der Fokus wird gerne darauf gelegt. Und ich sage nicht, die Herzöffnung ist unwichtig. Im Gegenteil, sie ist die Essenz.

 

Und hier sollten vielleicht alle nicht weiterlesen, die nur auf die Herzöffnung fokussieren!

 

Denn ich begleite schon sooo lange Menschen, ich erlebe meine eigenen Prozesse und ich spüre aus all dieser Erfahrung: die Herzöffnung ist das Ergebnis und somit erst weit fortgeschritten wirklich der Fokus!

 

Der Schmerz, das Trauma, die Verletzungen und damit der Kern der Arbeit sitzen viel tiefer und umfassen uns viel grundsätzlicher. Sie haben uns fest im Griff, wenn wir nicht wirklich begegnen, nicht wirklich im Leben ankommen wollen. So richtig.

 

Die energetische Wunde durchdringt uns, wirkt sich auf unser Nervensystem aus und blockiert unsere Energiebahnen. Sie geht manchmal viele Leben zurück, ist zusammenhängender als wir auch nur annähernd erahnen wollen und löst sich nicht, indem wir lächeln und von der Herzöffnung sprechen.

 

Wir müssen hinschauen. Endlich. Wahrhaftig.

 

Ehrlich, ich bin wütend, immer noch.

 

Wütend darüber, was sich manche Menschen einfach nehmen, ohne dass es ihnen zusteht.

Wütend darüber, wie viele Menschen missbraucht werden, speziell Frauen. Und wie gerne das mit einem Schulterzucken abgetan wird. Oder eine Alibihandlung gesetzt wird, ohne das wirkliche Thema anzugehen.

Wütend darüber, wie naiv und tatenlos wir auf dieser Welt zusehen. Nur damit wir nichts tun müssen.

Wütend darüber, mit welcher Oberflächlichkeit Energiearbeit oft angegangen wird. Und wie auch in diesem Bereich miteinander umgegangen wird.

Wütend darüber, wie unangenehm vielen Wut ist. Wie gerne sie weggeschoben wird. Denn ja, sie fordert. Sie lässt nicht locker. Sie ist nicht kontrollierbar.

 

Und für mich ist sie etwas Heiliges.

 

Ja, ich bin wütend, so immens wütend. Und könnte die Liste noch lange weiter fortführen.

 

Und ich bringe sie zum Ausdruck, meine Wut. Egal wie unangenehm das manchen ist. Ich bringe sie zum Ausdruck.

 

Für so viele, die es nicht können.

 

Denn sie befreit uns aus unseren Ketten, Kerkern und schafft Raum. Sie hilft Angst zu überwinden und neue Wege zu beschreiten. Sie bringt Tatkraft. Für wahrhaftige Veränderung, für wirkliche Begegnung, für ein ehrliches Miteinander und damit schlussendlich für die Herzöffnung.

 

Erlaubt euch, eure Wut zu spüren. Bringt sie für euch zum Ausdruck. Doch Achtung! Verwechselt Wut nicht mit Kampf. Wir sind nicht ohnmächtig. Wut ist eine Kraft, die aufzeigt, dass etwas nicht stimmt und  uns Klarheit schaffen lässt. Die uns erkennen und verstehen lässt, was wir nicht sehen wollten oder konnten.

 

Wut schenkt Mut zum Handeln.

 

Alles Liebe

Silvana

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